Rätseleinsatz im Unterricht

BeispielrätselRätsel im Unterricht einzusetzen hat gar nichts mit Spielerei zu tun.
Dennoch genießen Arbeitsblätter, die man in der Schule einsetzt, nicht unbedingt den Ruf pädagogoscher Ernsthaftigkeit.
Selbst dann nicht, wenn sie themenbezogen eingesetzt werden. Darauf ist allerdings strikt zu achten, wenn nicht gerade Karnevalsmontag ist oder die letzte Stunde vor den Ferien auf dem Plan steht.
In unseren Downloads gibt es viele Beispiele von Kreuzworträtseln, aber grundsätzlich erfüllen alle gut gemachten Rätsel ihren Zweck, seien es Silbenrätsel, Suchrätsel oder Bilderätsel. Bevor wir nun zur Frage kommen, was gute Rätsel sind, schauen wir uns kurz ihren didaktischen Ort an. Welche Ziele verfolgen wir mit ihrem Einsatz?

1. Rätsel als Einstieg und Hinführung zum Thema
Sinn und Zweck der Übung muss an dieser Stelle nicht detailliert erörtert werden.
Ein Beispiel wäre eine Bildkarte mit Symbolen, die ein bestimmtes Thema umkreisen, eine stichwortartige Beschreibung eines Menschen in der Geschichtsstunde etwa, oder ein Bildmotiv, das mosaikartig aufgedeckt wird (evtl mit Powerpoint oder einem anderen Präsentationsprogramm)

2. Rätsel als Übung zur Wiederholung und Festigung des Gelernten.
Das ist sozusagen die Paradedisziplin aller Rätseldarbietungen. Der frisch erarbeitete Unterrichtsstoff muss sch nun mal setzen; dies mit einer Serie von Wiederholungsfragen zu tun ist ok, sofern man die Methode nicht stereotyp einsetzt. Meine Erfahrung ist, dass Kinder sich nach einer mehr oder wenig anstrengenden Erarbeitungsphase auf einen Rätselzettel zum Thema freuen. Deutlich zu erkennen auch an der Schülerfrage: „Dürfen wir schon anfangen?“
Interessanterweise nutzt sich diese Methode auch nicht ab. Öfter eingesetzt erwarten die Schüler sogar ein solches Arbeitsblatt und betrachten sie als Belohnung.

3. Rätseleinsatz in der Erarbeitungsphase
Dass der didaktische Einsatz eines Rätsels auch  in der Erarbeitungs- und Lernphase des Unterrichts verortet werden kann, mag zunächst erstaunen. Deshalb schnell ein taugliches Beispiel für dieses Unterfangen, das Sie ad hoc in jeder Geografiestunde zur Übung/Wiederholung/Erarbeitung einsetzen können. Diese Vorgehensweise empfiehlt sich immer dann, wenn Schüler selbständig Lerninhalte erschließen sollen und dafür eine unmittelbare Rückmeldung benötigen. Wenn das Wort in die Rätsellücke passt, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Antwort, die die Schüler gefunden haben, zutreffend ist. Mit jedem weiteren gefundenen Lösungswort bestätigt sich quasi automatisch die Richtigkeit des Ganzen.
Diese Selbstvergewisserung, die der Schüler dadurch erfährt, geht einher mit einer hohen Arbeitsmotivation. Nach meiner Erfahrung stellt es auch kein Problem dar, wenn Schüler „abgucken“, das Abgucken stellt schließlich auch eine Form der Zusammenarbeit dar und motiviert den schwächeren Schüler, der am meisten von ihr profitiert, auch seinen eigenen Beitrag zu dieser Zusammenarbeit zu leisten.

Kriterien für ein methodisch gut gemachtes Rätsel
Wenden wir uns jetzt der Frage zu, was ist ein gutes Rätsel?
Zunächst muss ein Großteil der Fragen relativ leicht lösbar sein! Das wiederum funktioniert nur, wenn sich die Fragen ganz eng an den erarbeiteten Stoff anlehnen. Sehr wünschenswert wäre auch, wenn parallel zur Rätselarbeit auf einen entsprechenden Lehrbuchtext zugegriffen werden kann.
Während die guten Schüler evtl darauf verzichten, ist die Textvorlage eine notwendige Hilfestellung für schwächere Schüler. Schon haben wir eine sinnvolle effiziente Differenzierungsform!
A propos leicht lösbar: Leicht ist nicht anspruchslos. Begriffe, die erst in den Minuten zuvor während des Unterrichts eingeführt wurden, müssen so umschrieben werden, dass sie wiedererkannt werden. Auch die entsprechende Schreibung muss erst mal vom Schüler verarbeitet werden. Hier kann wie gesagt, das Schülerbuch helfen. Im Idealfall erstellt die Lehrer/in ihr Rätsel nach diesem Lehrbuchtext.

Die Lehrer/in, die sich die Mühe macht und z.B. ein Kreuzworträtsel selber erstellt, sollte keine Scheu davor haben, auch „einfache“ Fragen zu stellen. Die Herausforderung für den Schüler bleibt hoch genug. Gönnen Sie Ihren Schülern das Erfolgserlebnis. Rätselfragen dürfen und sollen sogar auch redundant angelegt werden.
Damit meine ich, dass man den gleichen Inhalt auf zweierlei Weise abfragt:
Rätselfrage a) Ein Erdteil auf der nördlichen Halbkugel: Antwort: Europa.
Rätselfrage b) Europa liegt auf der nördlichen ———– : Antwort: Halbkugel.
Mit diesem Beispiel ist vielleicht klar geworden, weshalb die selbst erstellten Rätsel den in vielen Lehrbüchern oder Arbeitsheften angebotenen Rätseln haushoch überlegen sind: Sie sind effizienter und schülerfreundlicher. Es ist so wie mit dem selbstgebackenen Brot und dem in Folie abgepackten.
Natürlich ist das ’ne Menge Arbeit für den einzelnen Lehrer, die nicht immer geleistet werden kann. Allerdings werden Sie solche maßgeschneiderten Arbeitsblätter öfter einsetzen können, denn auch wenn sich die Lehrbuchtexte ändern sollten: Ihre Art ein Thema zu erarbeiten, ändert sich vielleicht nicht so schnell. Im Übrigen werden Sie mit der Zeit ein Gefühl dafür entwickeln, was als Grundwissen immer wieder gefragt ist.
In den Beispieldateien auf diesem Portal werden Sie zudem erkennen, dass einige Rätsel zu einem bestimmten Thema quasi universell eingesetzt werden können. Rätselfragen zum Thema „Unser Knochengerüst“ beispielsweise. Das Arbeitsblatt, das ein menschliches Skelett (beschriftet) darstellt, wird noch längere Zeit in deutschen Klassenzimmern auf dem Tisch liegen.
Abschließend noch ein Erfordernis, auf dass Sie achten sollten. Rätselumdrucke, die Sie austeilen, sollten eine Mindestanzahl von 15 Fragen nicht unterschreiten.  Haben Sie nämlich zu wenig Fragen, sind die schnellsten leistungsfähigen Schüler gleich fertig und beginnen die langsameren Klassenkameraden zu frusten. Außerdem kommt keine ruhige Arbeitsatmosphäre auf, wenn schon bald die ersten Schüler „fertig“ schreien.
Auch dieser Grundsatz wird in vielen Lehrwerken leider nicht beachtet. Weniger umfangreiche Rätsel, die dort als Appetithäppchen so beliebt sind, taugen häufig nur als grafische Auflockerung und weniger als Arbeitsmittel. Das wäre dann wirklich nur eine Spielerei.

 

Kreuzworträtsel selber erstellen
Schlussendlich stellt sich die Frage: Womit lassen sich denn eigene Kreuzworträtsel erstellen?
Viele eigene Rätsel habe ich mit „CrissCross Kreuzworträtsel-Generator“ erstellt. Dieses ursprünglich kommerzielle Produkt hat inzwischen leider seinen Vertrieb eingestellt. Aber Sie können es dennoch auf der hier aufgeführten Webseite kostenlos downloaden:
http://www.eigene-kreuzwortraetsel.de/
Bedauerlich ist, dass dieses wirklich ausgezeichnete Produkt nicht weiter entwickelt wird. Als Betriebssysteme sind auf der CrissCross-Webseite noch die alten Windows-Systeme aufgeführt, (Win ME und Win xP) aber es läuft trotzdem noch auf meinem Win 7. Wahrscheinlich auch noch auf moderneren Windows-Versionen.
Nachdem man sich in das Programm eingearbeitet hat – ein wenig gewöhnungsbedürftig ist es zu Anfang schon – wird man die Vorzüge des Programms schnell erkennen.
Aber zur Bedienung dieses Programms und ähnlicher Tools erscheint demnächst ein weiterer Beitrag.

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Videogestütztes Lernen: Froschlurche

Ein weiterer Film von Planet-Schule, zu dem es hier einen Fragezettel gibt.
Das herunterladbare Video ist sowohl für den Einstieg in das Thema als auch für eine vertiefende Behandlung des Themas „Lurche“ geeignet.

Nähere Hinweise zum Film entnehmen Sie bitte der entsprechenden Informationsseite von Planet-Schule zu diesem Film:
Haben Sie bitte Verständnis dafür, wenn sich der Link inzwischen auf der Plattform geändert oder der Film nicht mehr vorgehalten werden sollte.
Anders als bei vielen Unterrichtsangeboten der öffentlich-rechtlichen Anstalten werden auf Planet-Schule veröffentlichte Inhalte im allgemeinen länger vorgehalten.
Grundsätzliche Hinweise zur Beschaffung von Unterrichtsmedien finden Sie hier.

Unten sehen sie wieder das von lehrers.de entworfene downloadbare Fragenblatt zum Film:

Vorschau: Fragen zum Film Froschlurche
Vorschau: Fragen zum Film Froschlurche, Klicken zum Downloaden

 

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Einen Erlebnisaufsatz mit Etiketten korrigieren

Erlebnisaufsätze stehen in den Eingangsstufen aller Schulformen auf dem Stoffplan und nehmen hier traditionell einen hohen Stellenwert ein.
Zu recht, denn die Kriterien für einen gelungenen Erlebnisaufsatz stehen dabei quasi prototypisch für die Anforderungen, die der Deutschunterricht an gutes Erzählen stellt. Diese Aufsatzform kann als die anspruchsvollste gelten, da der Aufbau eines Erlebnisaufsatzes formal strengsten Vorgaben unterliegt, und sprachlich entsprechend in Szene gesetzt werden muss. Inhaltlich verlangt ein Erlebnisaufsatz ein großes Maß an Kreativität, das so beispielsweise nicht bei Inhaltsangaben, Nacherzählungen oder Interpretationen vonnöten ist.

Zur Kategorie der Erlebnisaufsätze gehören beispielsweise Reizwortgeschichten oder Aufsätze, deren Aufgabenstellung  die Ausgestaltung von Erzählkernen ist.
Beispiele für Reizwortgeschichten:
Auftrag: Schreibe zu einer der folgenden Reizwortketten eine spannende und lebendige Geschichte!

  1. Eisfläche‑ Leichtsinn‑ Hilfe
  2. Wellensittich ‑ ausreißen ‑ Glück
  3. Geburtstagsfeier ‑ Langeweile ‑ Streich

Ein Beispiel für die Ausgestaltung eines Erzählkerns als Schülervorlage gibt es hier zum Download.

Umso erstaunlicher, dass man tatsächlich Erlebnisaufsätze mithilfe von vorgefertigten Etiketten zeitsparend korrigieren kann und zwar ohne, dass die Bemerkungen schablonenhaft gestanzt wirken. Natürlich muss nicht immer „korrigiert“ werden, man  kann ja auch mal wohlwollend „kommentieren“.
Als Aufsatzthemen eignen sich grundsätzlich alle Themen, die dem Erzähler eine gelungene hinführende Einleitung, einen spannenden Höhepunkt und einen überzeugenden Schlussteil abverlangen.

Voraussetzung ist nur ein ausreichendes Set von Randbemerkungen. Sie werden bemerken, dass viele dieser Aufsatzkommentare quasi universell einsetzbar sind. Aber sehen Sie selbst:

Einige Sätze, die das Standardthema „Angst“ thematisieren:
Etiketten-Erlebnisaufsatz1

Vorschau:

Etiketten-Erlebnisaufsatz1 - Klicken zum Download
Etiketten-Erlebnisaufsatz1 – Klicken zum Download

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Etiketten-Erlebnisaufsatz2

Vorschau:

Etiketten-Erlebnisaufsatz2 - Klicken zum Download
Etiketten-Erlebnisaufsatz2 – Klicken zum Download

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Videogestütztes Lernen: Raubtiere des Waldes

Der folgende Filmbeitrag wurde vom SWR Fernsehen produziert und ist auf der  Webseite  https://www.planet-schule.de zu finden.
Dort finden Sie auch zahlreiche Arbeitsmaterialien und didaktisch-methodische Hinweise speziell zu dieser Sendung und zu vielen anderen Unterrichsthemen.
Grundsätzliche Anmerkungen zur Methode „Videogestütztes Lernen“ sind hier zu finden.
Unten auf der Seite finden Sie wieder eine Vorschau des von lehrers.de entworfenen Frageblatts zum Film

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Hier unser ergänzendes Arbeitsblatt zum Film: Fragen zum Film – Raubtiere Planet Schule
Verteilen Sie es bevor die Schüler den Film starten.
In manchen Fällen, können Ihre Schüler den Film auch direkt von planet-schule.de abspielen.
Dann müssen Sie als Lehrer den Film nicht downloaden und in den Klassenordner ablegen.
Aber die Verfügbarkeit ist nicht immer garantiert, ausprobieren!

Arbeitsblatt mit Fragen zum Unterrichtsvideo "Raubtiere"
Arbeitsblatt mit Fragen zum Unterrichtsvideo- Klicken für den Download

Vorschau:

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Videogestütztes Lernen: Bäuerliches Leben im Mittelalter

Auch der folgende Filmbeitrag wurde vom SWR Fernsehen produziert und ist auf der  Webseite  https://www.planet-schule.de zu finden.
Grundsätzliche Anmerkungen zur Methode „Videogestütztes Lernen“ sind hier zu finden.

Unten auf der Seite finden Sie wieder die von lehrers.de entworfene Fragedatei zum Film
Sie können den im Wordformat vorliegenden Fragezettel bearbeiten und an Ihre Schüler-Klientel anpassen.

 

Folgende Angaben habe ich hier mal direkt von der obigen Webseite übernommen:
Bäuerliches Leben im Mittelalter
Bereits ausgestrahlte Sendungen:
SWR Fernsehen
Sa. 22.11.2014, 7:00h
Info:
Klassenstufe: 5-10

Fächer: Geschichte
Schlagworte:
Mittelalter, Lehnswesen, Landwirtschaft, Grundherrschaft, Bauernstand
DVD-Signatur Medienzentren:
4681848(deu)
Produktion:
SWR
Sendelänge:
15 Minuten
Zeitschrift „SWR Schulfernsehen“: 02.06.2007

Unser ergänzendes Arbeitsblatt (von lehrers.de) zum Film: Fragen zum Film: Bäuerliches Leben im Mittelalter
Verteilen Sie es zu Beginn der Unterrichtsstunde, bevor die Schüler den Film starten.
In manchen Fällen, können Ihre Schüler den Film auch direkt von planet-schule.de abspielen.
Dann müssen Sie als Lehrer den Film nicht unbedingt downloaden und in den freigegebenen Klassenordner ablegen.
Aber die Verfügbarkeit ist nicht immer garantiert, ausprobieren!

 

Vorschau

Arbeitsblatt mit Fragen zum Unterrichtsvideo "Bäuerliches Leben im Mittelalter"
Vorschau: Bäuerliches Leben im Mittelalter-Klicken für den Download

 

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Videogestütztes Lernen: Hornissen

Im ersten Beitrag unserer Serie „Videogestütztes Lernen“ geht es um Hornissen. Der Film „Keine Angst vor großen Brummern – Hornissen“ wurde vom SWR Fernsehen produziert und ist auf der sehr empfehlenswerten Webseite  https://www.planet-schule.de zu finden.

Diese Webseite hat es offensichtlich geschafft, sich dem Druck zu entziehen, den manche Kreise gern aufbauen, um den ungeliebten öffentlichen Rundfunk in die Schranken zu weisen. Man denke nur an die Beschränkungen, die seit einigen Jahren den Mediatheken des öffentlichen Rundfunks auferlegt werden:
Sendungen dürfen nur noch für eine kurze Zeit auf den Servern bereitgestellt werden. Dabei scheint es keine Rolle zu spielen, dass die öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten einen Bildungsauftrag haben.
Freuen wir uns also, dass planet-schule.de es dennoch schafft, gute für den Unterricht geeignete Filme zum Download anzubieten, die auch längere Zeit auf der Webseite verweilen.
Hier habe ich mal exemplarisch den Steckbrief zu der Sendung aufgelistet, so wie er auf planet-schule.de zu sehen ist;

Sendetermine: Keine Angst vor großen Brummern – Hornissen
Aktuelle Ausstrahlungen:  SWR Fernsehen
Sa. 09.09.2017, 7:30h

Sendereihe:
Tiere und Pflanzen
Klassenstufe:   3 – 9
Fächer:   Grund­schu­le, Bio­lo­gie, Sach­un­ter­richt
Schlagworte:  Wes­pen, In­sek­ten­staat, In­sek­ten, Le­bens­raum, Ar­ten­schutz
DVD-Signatur Medienzentren:  4680401(deu)
Online-Signatur Medienzentren:   4980055(deu)
Produktion:  SWR
Sendelänge:  14 Minuten
Zeitschrift „Planet Schule“:  5-93/94 u. 4-10/11

Ausdrücklich weise ich darauf hin, dass auf dem Portal „planet-schule“ viele weitere Arbeitsblätter passend zum jeweiligen Thema und zum vorgestellten Videofilm angeboten werden.
Nun also zum Arbeitsblatt mit den Fragen zum Film, das speziell für diesen Filmbeitrag von mir entworfen wurde:
Fragen-zum-Film-Hornissen.doc, mit dem Schüler sich durch den Film arbeiten können.

Vorschau:

Vorschau: Fragen zum Film - Klicken zum Download
Vorschau: Fragen zum Film – Klicken zum Download
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Videogestütztes Lernen – Einführung

Was ist videogestützes Lernen (VGL)?
Mit dem Begriff „videogestützes Lernen“ definiere ich eine Erarbeitungsmethode im Unterricht, die im Wesentlichen auf den Einsatz eines Lehrfilms im Unterricht basiert. Video steht hier für einen Film, der digital im Schulordner vorliegt und auf den Schüler und Lehrer Zugriff haben.
Somit ist  hier nicht der 32-mm-Film früherer Tage gemeint und auch nicht die VHS-Videocassette. Die Gründe für diesen Ausschluss werden im folgenden erläutert.

Videogestütztes Lernen ist eine äußerst effektive schülerzentrierte Methode, Unterrichtsinhalte jedweder Art zu vermitteln, und eine, die gleichzeitig bei Schülern auch noch sehr gut ankommt. Außerdem zähle ich sie zu den arbeitssparendsten Methoden der Unterrichtsgestaltung überhaupt, so dass ihr Nichtvorhandensein in der Lehrer/innenausbildung unverständlich ist.

Aber auch hier gilt: Vor dem Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt, will sagen: Vorbereitende Arbeiten sind schon noch nötig, aber dann kann man immer wieder die Rendite einfahren.

Praktische Umsetzung
Die Vorgehensweise ist denkbar einfach, sofern man einen funktionierenden Computerraum zur Verfügung hat; eine Voraussetzung, die leider im 21. Jahrhundert nicht durchweg an allen deutschen Schulen gegeben ist. Hat man aber eine einigermaßen zeitgemäße Hard- und Softwareausstattung, muss man nur noch den entsprechenden Unterrichtsfilm auf den für die Schulklassen zugänglichen Ordner hochladen bzw ablegen. (Der Schulassistent ist sicherlich gerne behilflich)

Jeder Schüler sollte zudem einen Kopfhörer haben, um ungestört von seinen Mitschülern an seinem PC den Film betrachten zu können.
An dieser Stelle unterscheidet sich unsere Methode schon vom „Filmegucken“ früherer Generationen, die im verdunkelten Filmraum eine Dreiviertelstunde lang dem Geratter des Filmapparates und den Ausführungen des Lehrfilmes ausgesetzt waren.
Effektiv im Sinne eines Lernerfolgs kann eine filmische Instruktion nämlich nur dann sein, wenn der Schüler mit dem Lerngegenstand in irgendeiner Weise interagieren kann. Und hier kommt nun der vorbereitende Lehrer wieder ins Spiel. Er muss den Film natürlich selbst gesehen haben und einen Arbeitszettel mit gezielten Fragen zum Film entworfen haben. Grobe Faustregel: Für einen Film von 15-20-Minuten Dauer sollte er ca 15 Fragen vorgeben. (siehe Beispiele in den folgenden Unterrichtsentwürfen)
Vorgabe für den Schüler ist es nun, die Fragen der Reihe nach abzuarbeiten und zu beantworten. Der Fragezettel, der ihm zu Beginn ausgehändigt wird, berücksichtigt die entsprechenden Leerzeilen für die Schülerantworten.

Vorschau eines möglichen Arbeitsblattes

Arbeitsblatt: Fragen zum Film "Mittelalter"
Beispiel für einen filmbegleitenden Fragezettel zum Thema Mittelalter

Schüleraktivität
Anders als bei zentral projizierten Videos auf der Filmraum-Leinwand, kann und soll hier der Schüler den Filmablauf selber steuern, eine Fähigkeit, die in Deutschland wohl jeder Schüler beherrscht. D.h., er soll den Film stoppen, sobald der abgespielte Filminhalt relevant ist für die Beantwortung der Fragen. Er kann/soll die entsprechende Stelle mehrfach abspielen, um die Frage angemessen beantworten zu können. Somit steuert der Schüler sein eigenes Erarbeitungstempo und seinen eigenen Lernfortschritt. So einfach kann Differenzierung sein!
Auf einem Windows-Rechner braucht der Schüler üblicherweise nur den Film anklicken und schon läuft er. Standmäßig ist der Media-Player als Abspielprogramm voreingestellt. Falls man lieber auf den VLC-Player (oder einen anderen Player) zurückgreifen möchte, kann man ihn problemlos im freigegebenen Ordner installieren, eventuell als portable Version. Die lässt sich nämlich ohne Installation in jeden beliebigen Ordner legen. Schüler brauchen dann nur noch den Film auf die Datei vlc-portable.exe zu ziehen.

Gut gemachte Unterrichtsfilme – eine hervorragende Quelle dafür ist z.B Planet-Schule.de – sind meist auch für Schüler unterschiedlichen Leistungsvermögens geeignet. Das ist ja der Vorteil eines Lehrfilmes: Sachverhalte zu veranschaulichen, bildhaft zu erklären. Der schwächere Schüler, dem die erste Erklärung zu schnell ging, kann den Vorgang jederzeit reproduzieren. Die Lehrer/in wird schnell die Vorzüge einer solchen Erarbeitungsmethode schätzen lernen.
Lehrers.de stellt einige Filme vor und liefert auch das zugehörige Arbeitsblatt als Worddatei.
Ein weiterer Artikel auf lehrers.de setzt sich noch ausführlicher und grundsätzlicher mit der Beschaffung von Unterrichtsmedien auseinander.

Um solch simple Technik einzusetzen, müssen Schulen – ich betone es nochmal – eine zeitgemäße Ausstattung vorhalten und Schulpersonal zur Verfügung haben, die einen Computerraum warten und ggflls dem Lehrpersonal assistieren können. Ein Vierteljahrhundert nach „Windows 95“ müsste sowas möglich sein. Wenn nicht, wäre das der Anlass für eine schulinterne Krisensitzung.

Übrigens, das hat alles noch nichts zu tun mit der neuerdings von so vielen beschworenen „Schule 4.0“. Aber das ist ein anderes Thema.

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Eine Nacherzählung (Axtbrei) mit Etiketten korrigieren

Eine Alternative zur Nacherzählung „Chichibio“ ist das russische Märchen „Axtbrei“.
Das Anspruchsniveau ist deutlich niedriger. Die Quellen dafür sind ebenfalls im Internet zugänglich.
Es gibt diese Geschichte sogar als Audio-Datei auf der folgenden Webseite, der auch die untenstehenden Angaben entnommen sind

Title: Sila liest vor: Der Axtbrei, russisches Märchen (Hörbuch)
Duration: 3m 22s
Author: Silmeboth
 Eine weitere Textquelle ist die sehr ansprechende Webseite „Märchenbasar“.
Zusätzlich gibt’s die Geschichte, die im Übrigen nicht dem entspricht, was man im deutschen Sprachraum als Märchen bezeichnen würde, hier auch als Worddokument zum Download.

Download der zugehörigen Etikettenvorlage: Etiketten „Axtbrei“
(Der Etikettentext ist unglücklicherweise in Positionsrahmen innerhalb einer Tabelle enthalten. Das erschwert die nachträgliche Bearbeitung, aber der Ausdruck ist wohl trotzdem problemlos möglich.)
Die Etikettentexte enthalten teils Hinweise zu besonders kritischen Textstellen, teils machen sie den Schüler auf einige Mängel in der Nacherzählung aufmerksam. Auch hier wieder geht es darum, die Bewertung des Textes durch den Lehrer transparent zu machen und Hilfestellung für eine Schüler -Berichtigung durch zu geben.

 Vorschau:

Etikettenvorlage: Axtbrei.doc - Klicken zum Download
Etikettenvorlage: Axtbrei.doc – Klicken zum Download
Zum Abschluss noch eine Blanko -Etikettenvorlage als Worddokument zum Erstellen eigener Etikettentexte.
Als unsere Standard-Etikettengröße wird hier das Etikettenformat 38 mm x 21 mm verwendet.
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Eine Nacherzählung (Chichibio) mit Etiketten korrigieren

Zugrunde liegt hier eine Erzählung von Boccaccio, in dem es um ein Abenteuer des jungen Kochs Chichibio geht. Die genaue Bezeichnung lautet:
Giovanni Boccaccio, Dekamerone oder die 100 Erzählungen Vierundfünfzigste Erzählung.

Zuverlässige Quelle ist auch hier wieder das Projekt Gutenberg-DE, bei der sie auch die originale Textvorlage herunterladen können.
Allerdings ist der Text in der Ursprungsform nicht optimal für einen Klassenaufsatz und wurde deshalb geringfügig angepasst. So wurde beispielsweise der doch recht sperrige Name  Currado Gianfigliazzi durch Currado Ponti ersetzt. Sie können die Erzählung mit dem vereinfachenden Namen Chichibio  hier downloaden.
Das zugehörige Etiketten-Worddokument  Eti38x21 Chichibio nacherzählung enthält auch hier wieder die vorgefertigten Etiketten, die eine Korrektur der Nacherzählung erleichtern.

Vorschau:

Korrekturhilfe zur Nacherzählung "Chichibio" Klicken zum Download
Vorschau: Korrekturhilfe zur Nacherzählung „Chichibio“ Klicken zum Download

 

Ähnlich wie bei den Etiketten der anderen vorgestellten Aufsatzformen, liegt der Schwerpunkt hier auf inhaltliche Korrekturen. Ein Kommentar wird dann an den Rand des Schüleraufsatzes geklebt, wenn man den Schüler darauf hinweisen möchte, dass ein Sachverhalt unzutreffend, fehlerhaft oder einfach nur unzureichend ist. Anders gesagt, Eltern und Schüler wissen: Irgendetwas muss hier nachgebessert werden. Gleichzeitig wird eine Hilfestellung für die Berichtigung vorgegeben. Sinnigerweise sollte vom Lehrer zusätzlich die beanstandete Stelle im Aufsatz gekennzeichnet (unterkringelt) werden. Wenn diese Beanstandung sich auf nur ein Wort bezieht, wird eben nur dieses Wort unterkringelt, ansonsten der entsprechende Text.

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Eine Bildergeschichte mit Etiketten korrigieren

Jede Lehrer/in kennt wohl die „Vater und Sohn- Bildergeschichten“ von E.O.Plauen.
Eine seiner bekanntesten Comics ist die aus 6 Zeichnungen bestehende Bildfolge: „Die Vaterunterschrift“ . Auch dieser Klassiker ist dank verfallener Urheberrechte problemlos im Internet zu finden. Neben Wikipedia  ist z.B. musenblaetter.de/ eine ergiebige Quelle für Vater und Sohn-Geschichten.
Didaktischer Einsatzort solcher Bildergeschichten könnten die ersten Jahrgangsstufen der Sekundarstufe I sein. (Aber warum nicht mal die Sekundarstufe II im Fach Englisch?)

Für die Korrektur eines (Klassen-)Aufsatzes können Sie die folgenden beiden Etiketten-Dokumente verwenden.
Auch hier wieder ein Etikettenblatt mit Etiketten der Größe 38,1 x 21,2 mm in den Drucker einlegen und die folgenden Worddokumente ausdrucken.
Statt Bemerkungen an den Rand zu schreiben, kleben Sie einfach die vorformulierten Lehrerkommentare an den Rand des Schüleraufsätze.
Download: Eti38x21-Kommentare-Vaterunterschrift-1
Vorschau:

Korrekturhilfe zur Bildergeschichte "Die Vaterunterschrift"
Vorschau: Korrekturhilfe1 zur Bildergeschichte „Die Vaterunterschrift“ – Klicken zum Download

Download:Eti38x21-Kommentare-Vaterunterschrift-2
Vorschau:

Korrekturhilfe 2 zur Bildergeschichte "Die Vaterunterschrift"
Korrekturhilfe 2 zur Bildergeschichte „Die Vaterunterschrift“ – Klicken für den Download

 

 

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